Podologische Praxisgemeinschaft Landsweiler-Reden

Gabi Muth & Anna Kling

Was sind Orthesen

Der Begriff stammt aus dem griechischen „orthos“ = gerade, richtig stellen
Orthosen sind dauerhafte, für den individuellen Problemfall des Fußes gefertigte Hilfsmittel aus dafür geeigneten Materialien. Orthosen sind sehr hautfreundlich und haben eine Haltbarkeit von ungefähr zwei Jahren. Sie lässt sich bei sachgemäßem Umgang während diesem Zeitraum jederzeit korrigieren und reparieren.

Eigenschaften

In der Praxis haben sich Orthosen aus additionsvernetzenden Substanzen die aus einer Härter- sowie einer Formmasse in verschiedenen Shore- Härten bestehen bewährt.
Der langfristige Gebrauch von Orthosen dient dazu, deformierte Gelenke zu korrigieren und/oder zu mobilisieren.
Bei einer individuellen Anfertigung muss man deshalb biomechanische Grundprinzipien berücksichtigen.

Indikationen für eine Orthose

  • Hühneraugen
  • Lagekorrektur der Zehen bei Fehlstellungen
  • Einbettung kleiner Knochenauswüchse im Zehenzwischenbereich
  • Bei Über- bzw. Unterlagerung einer Zehe (digitus superductus, digitus subductus)
  • Hammerzehe (digitus malleus)
  • Krallenzehe (digitus flexus)
  • Kontraindikationen

    • Steife (kontrakte) Zehengelenke
    • Ausrenkung (Luxation) eines Gelenkes
    • Trophisch bedingte Hautveränderungen
    • Frische Zehenbrüche

    Information für den Patienten

    Zu Beginn sollte die Orthose nur stundenweise getragen werden, damit sich der Fuß ähnlich wie bei Einlagen gewöhnen kann.

    Um die Orthose hygienisch sauber zu halten, kann sie mit flüssiger Seife oder mildem Shampoo gewaschen werden. Danach sollte sie gut getrocknet und ab und zu gepudert werden.

    Lagerung bei 20 bis 25 Grad, nicht auf die Heizung!

     

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