Podologische Praxisgemeinschaft Landsweiler-Reden

Gabi Muth & Anna Kling

Warzenbehandlung

Warzen (Verrucae)

Aussehen
Warzen sind scharf begrenzte, gutartige Hauwucherungen und werden durch ein ansteckendes Virus dem Humanen Papilloma- Virus (HPV) hervorgerufen, das eine Größe von ca.50 nm bzw. 0,00005 mm hat und somit etwa ca. 400 mal kleiner ist als eine Bakterie.
Warzen zeigen sich meist als flache Hautteile mit einem harten Rand und einer weichen Mitte, können aber auch ein blumenkohlartiges Aussehen haben. Bei näherer Untersuchung zeigen sich oft kleine schwarze Punkte. Das sind kleine thrombosierte Blutgefäße, die eine Unterscheidung der Warze von anderen Erkrankungen ermöglicht.
Da Warzen an der Fußsohle durch die Belastung des Körpergewichts nicht nach außen wachsen können, wachsen sie wie Dorne (sog. Dornwarzen) nach innen und verursachen je nach Einwuchstiefe stechende Schmerzen beim Gehen und Stehen.

Warzen sind ansteckend
Man kann sowohl sich selbst als auch andere mit Warzenviten infizieren. Damit es zu einer Ansteckung kommt, muss allerdings eine gewisse Bereitschaft des Körpers vorhanden sein.

Wie kann man sich anstecken
Ein Warzenbehafteter Fuß hinterlässt virenhaltige Zellen auf dem Boden, die nasse aufgequollene Haut anderer Personen ist dann ansteckungsgefährdet. Deshalb in öffentlichen Duschen, Schwimmbädern, Saunen, Umkleideräumen immer Badeschuhe tragen.
Das Blut überträgt keine Warzenviren.
Die Inkubationszeit bei Warzen beträgt 6 Wochen bis mehrer Monate.

Behandlung
Für Warzenbehandlungen gibt es keine einheitlichen Empfehlungen. Alle nachstehenden Behandlungsmethoden sind geeignet und können erfolgreich sein.

  • Chemische Therapien z.B. Ätzmittel
  • Keratolytisch wirkende Pflaster oder Salben z.B. Salizylsäure oder Harnstoff
  • Suggestivtherapien z.B. Handauflegen, Besprechen, Hypnose etc.
  • Nicht wissenschaftlich begründete Verfahren z.B. Schulkreide, Schnecke
  • Pflanzliche Mittel z.B. Schöllkraut, Löwenzahn, Podophylin,
  • Chemische Zytostatika z.B. Verrumal
  • Homöopathie z.B. Echinacea
  • Physikalische Verfahren z.B. Kryotherapie, Hochfrequenzen über 10.000 Hz
  • Bestrahlung mit wassergefiltertem Infrarot-A-Strahler
  • Chirurgische Methoden

Zurück